Étude III

Wie wird der Tanz mit einem Körper aufgebaut, der nur existiert, weil es eine Kamera gibt, die ihn einfängt, aufzeichnet und verewigt?

Mara Ortiz und Pau Aran eröffneten ihre ‚Etude III’ mit einem kreativen virtuellen Online-Prozess zwischen Spanien und Argentinien. Das Tanzstück ist das Ergebnis eines Kompositionsprozesses aus der Ferne, geleitet von Pau Aran und zur Aufführung gebracht von Mara Ortiz, mit technischer Unterstützung durch José Gungolo und in Zusammenarbeit mit Diego Enrique und dem Kulturraum Pez Dorado.

Das Stück erkundet den Begriff des Staunens und lernt aus diesem Zustand der Auseinandersetzung mit der Welt, während sie wächst und gedeiht. Pau und Mara hinterfragen die Möglichkeiten der Interaktion angesichts der Einschränkungen durch die Distanz und entmystifizieren dabei Kompositionsformen, die vor allem für die physische Begegnung konzipiert und gestaltet sind.

Zwei Tänzer, zwei Menschen, zwei Geschichten, die eine Begegnung feiern und sich entscheiden, ein Solo zu schaffen. Ein Solo aus der Ferne. Ihre Stimmen und Blicke sind auf feierliche Weise miteinander verbunden. Chile, Spanien, Argentinien, weit, nah, Bildschirme, Bühnen, früh, spät…

Indem wir Fragen und Antworten eines kreativen Prozesses teilen, erscheinen vor uns die Schnittstellen einer Suche, eines Weges, um Dinge zu finden.

Hallo, verstehst du mich? Hörst du mich? Wie siehst du mich? Ich mag es, wenn du dich umarmst und zu fallen scheinst.

Die Absicht, nicht dasselbe zu tun, lässt sie zweifeln, und er beruhigt sie: Mach weiter, ohne das Ergebnis zu bewerten.

Kaleidoskope. Kombinationen. Phrasen. Sequenzen. Ein Kaktus zittert und bewegt seine Taille, seine Augen, ohne zu vergessen, den Kopf zu schütteln, was uns an Havanna erinnert. Ohne zu vergessen, dass die Drehung auch zum Boden führen kann und dass das Sprechen mit ihm auch eine Möglichkeit ist, um nicht abzuheben. Und wenn sich der Raum öffnet und mit einer einzigen Geste aufleuchtet, ist die Entfernung nicht mehr das topografische Problem.

Dann wird das langsame Gehen in der Nacht zu einer Rückkehr zu dieser Zuflucht, aus der wir alle kommen. Und Suchen bedeutet, nie das Spüren aufzuhören, denn das Finden ist nicht mehr das Wichtigste. Gute Nacht. Morgen machen wir weiter.

Wir hinterfragten die Möglichkeiten der Interaktion angesichts der Einschränkungen durch die Distanz und entmystifizieren dabei Kompositionsformen, die vor allem für die physische Begegnung konzipiert und gestaltet sind.

Étude III

2016

Bahía Blanca

20 minuten

REGIE

Pau Aran

KREIERT MIT UND AUSGEFÜHRT VON

Mara Ortiz

DRAMATURGIE

Pau Aran

MUSIK

Bonito y Sabroso, Written and performed by Beny Moré © Discmedi S.A. 2008

ASSISTENT

José Gungolo

VIDEO

Charlie Cattrall

MITARBEITERN/BESONDERER DANK

Diego Enrique

UNTERSTÜTZUNG

Pez Dorado Espacio Cultural

Pau Aran