El agua trae el cuerpo de mis abuelos

In dieser Zusammenarbeit erforschten Pau Aran und die Gruppe ihre Abstammung und die indigenen Ursprünge, die wir alle besitzen. Wie viel davon schlummert in uns?

Eine Woche lang arbeiteten sie wie im kreativen Prozess eines Ensembles zusammen. Vergänglich und doch tiefgründig, feierten und beobachteten sie in dieser einwöchigen Reise Unterschiede, respektierten Gleichheit auf der Grundlage der sozialen Umstände, die Rassismus und Kolonialisierung zur Folge haben.

Inmitten der Dunkelheit scheinen ihre ruhigen, strahlenden Seelen zu wandern, so wie sie in der Erinnerung verankert waren. So kommen sie an, gehen vorbei, berühren sich, sehen sich an, bleiben stehen, küssen sich, erzählen sich Geschichten. Mit den Füßen am Boden verankert, warten sie auf die Ankunft der Nacht, während der Klang einer Gitarre die in den Himmel gehüllte Frau dazu bringt, den Atem der Bergkette aufzusaugen.

Die anderen fahren fort, mit geschlossenen Augen, Ellbogen, geschlossenem Mund und stöhnend, die Hände die Gedanken bejahend, die Finger die Haare öffnend. Jeder einzelne von ihnen sucht nach einem Weg, der Erde etwas von der unterirdischen Kraft zurückzugeben, die ihm gestohlen wurde.

Zuckungen und unruhige Atemzüge verschmelzen mit dem Ruf der Panflöte.

 

Das Geheimnis in ihrem Herzen bewahrend, erinnern sie sich an diejenigen, die ihr Leben aufgegeben haben.

Sie halten seinen Körper fest, während er das Gewicht seiner Ängste abfallen lässt.

Eine Frau schwebt und greift die erhobenen Händen einer anderen in der Ferne.

Das Tanzen vor den Augen der anderen Tanzenden, als eine Möglichkeit des gemeinsamen Weitermachens, ohne die eigene Herkunft zu vergessen. Alle verschieden, versammelt wie Blumen auf einem fernen Feld.

Und mitten auf ihrer Reise, vor dem Schlafengehen, fliegen sie langsam und stellen sich vor, sie seien Fische, die in der Nacht winken und sich in Algen hüllen. Dieselben, die am Ufer eines Flusses an die Luft zurückkehrten und unschuldig pfiffen, während sie die Spiele spielten, die sie für immer kennzeichnen würden.

Was bleibt: das Wasser, das uns badet und auf uns herabtropft, mit Transparenz und Lärm; das Wasser, das pumpt und Tränen von Leben und Tod in jeden unserer Impulse bringt.

El agua trae el cuerpo de mis abuelos

2018

Lautaro

30 minuten

REGIE

Pau Aran

KREIERT MIT UND AUSGEFÜHRT VON

Manuel Jaramillo, Juanita Saavedra, Daniela Bustamante, Maria Estay, Susana Elgueta, Paula Dalencon, Viviana Bustos, Paola Peña, Yasna Hauri, Humberto Ojeda, María Paz Calabrano, Josue Mora, Carolina Contreras, Nerea Polymeris, Roberto Roa, Rodrigo Cartes

DRAMATURGIE

Pau Aran

LIVE MUSIK

Rodrigo Covacevich

VIDEO

Charlie Cattrall

UNTERSTÜTZUNG

Centro cultural de Lautaro, Iberescena

Pau Aran