Schaffen

Die Bewegung beginnt lange vor der Geste.
Sie beginnt mit Deinem eigenen Leben. Die Geste steckt voller Leben.

 

Dem Tanz, an dem Pau Aran arbeitet, gibt er sich ganz hin. Er wendet sich nach innen zu sich selbst, um dann wie ein großer Wal von Zeit zu Zeit aufzutauchen und eine Fontäne auszustoßen oder einen eindrucksvollen Sprung zu machen. Die Funktion des Tanzes stellt Pau sich so vor: Wenn wir auf der Bühne stehen, entspricht das dem Moment, in dem der Wal die Wasseroberfläche bricht, sei es spielerisch oder um Luft zu holen. Der Rest des kreativen Prozesses findet wie beim Wal direkt unter der Oberfläche statt, außerhalb des Blickfeldes.

 

Er sieht hier einen subtilen Tanz zwischen Tradition, Trends, Moderne und Zeitgenossenschaft. Ein ganzes Spektrum ineinander übergehender Farben, in dem jede Farbe ihren vollen Wert behält. In gewisser Weise ist alles schon dagewesen. Nichts ist neu, fast alles ist bereits erfunden worden. Zwischen den verschiedenen Konzepten gibt es jedoch viele bunte Fäden und Brücken, die sie miteinander verbinden und zusammenführen. Als Kartograf der Seele hat er somit den Auftrag, diese Brücken, diese regenbogenfarbene Landkarte zu erkunden und freudig zu bereisen. Eine Reise über das bloße Empfinden hinaus und zum universellen künstlerischen Bedürfnis der Wahrheit hin.